Keine große Sache: Coffee to go oder wie man den Traum vom eigenen Unternehmen verwirklicht

Written by matthias. Posted in Rezensionen

Janine Grieß

Autor:
J. Grieß

Mit ihrem Buch „Keine große Sache“ verfasste Vanessa Kullmann ihre ganz persönliche Erfolgsgeschichte. Die damals 26 jährige eröffnete 1998 ihren ersten kleinen Coffee Shop ganz nach dem amerikanischen Leitgedanken „Coffee to go“. Dabei überwandt sie einige Hürden, lies sich jedoch nicht unterkriegen und verlor zu keiner Zeit den Mut. Dieses Buch berichtet von Problembereichen während der Gründung eines Unternehmens  und Kullmanns Motivation, welche sie in ihrer Geschäftsidee stets unterstützte.

Während eines Aufenthaltes in den USA bemerkt und verfolgt Vanessa Kullmann die besondere Art der amerikanischen Coffee Shops und deren Strategie. Über einige Zeit hinweg analysiert sie zahlreiche Coffee Shops, deren Mitarbeiter, Kunden und Arbeitstechniken. Schließlich kehrt sie mit der Idee zurück, einen solchen Coffee Shop in Hamburg zu gründen. Zusammen mit ihrer Schwester und ohne jegliche Erfahrungen und Kenntnisse startet sie 1997 das Projekt des eigenen Coffee Shops. Durch eine unbefriedigende Marktforschung ist Kullmann vollkommen in ihrem Konzept irritiert, gibt jedoch nicht auf und widmet sich weiteren Angelegenheiten des Unternehmensaufbaus. Neben der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten und der Finanzierungsthematik, antwortet sie in ihrem Buch auf Fragen, wie:  Welchen Namen der Coffee Shop tragen soll? Wie eine Marke anzumelden ist? Aus welchen Produkten das Portfolio bestehen sollte? Wie viele und was für Maschinen bzw. Utensilien benötigt werden? Nicht zuletzt erwähnt sie die kontinuierliche Unterstützung ihrer Eltern in der gesamten Planungs- und Gründungsphase.

Wer ein allgemeingültiges Rezept einer erfolgreichen Unternehmensgründung erwartet, ist hier an falscher Stelle. Doch das braucht dieses Buch auch gar nicht. Spannend und voller Emotionen erzählt Kullmann ihre Unternehmensgeschichte. Seine Leser werden  mitgerissen und angeregt, den Schritt in die Selbstständigkeit positiv zu hinterleuchten. Erstaunenswert ist die sehr klare und deutliche Sprache. Sie formuliert in kurzen und prägnanten Sätzen. Der bereits absehbare Unternehmenserfolg anhand des Titels gerät während des Lesens durch zahlreiche Probleme immer wieder ins Schwanken. Die somit erzielte Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und lässt eine Pause im Lesefluss kaum zu. Andererseits ist es kein Buch, welches man in zehn Minuten liest und anschließend wieder vergisst. Ein solches Buch regt zum Nachdenken an und hinterlässt einen gravierenden Eindruck beim Leser. Fazit: Ein anregendes und fesselndes Buch, welches motiviert selbst Eigenständig tätig zu werden.

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