Horst Köhler: „Offen will ich sein und notfalls unbequem“

Written by Janine Grieß. Posted in Rezensionen

Anika Thomas

Autor:
A. Thomas

Horst Köhler – wohl einer der beliebtesten Bundespräsidenten Deutschlands schildert in seiner Biografie „Offen will ich sein und notfalls unbequem“ Auszüge aus seinem privaten und beruflichen Leben. Ungewöhnlich ist dabei die Leseart, denn das Buch besteht nicht aus einzelnen Kurzgeschichten, sondern basiert auf einem Gespräch mit dem Journalisten Hugo Müller-Vogg. So ergibt sich der Eindruck eines authentischen Herrn Köhlers im persönlichen Interview.

Zum beruflichen Werdegang von Horst Köhler gehören

das Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Tübingen, die Promotion, die Positionen als Mitarbeiter im Bundeswirtschaftsministerium in Bonn und Staatssekretär im Bundesfinanzministerium sowie die Stationen beim Sparkassen- und Giroverbund, bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London und dem Internationalen Währungsfonds in Washington bis schließlich zur Aufnahme des Amtes als Bundespräsident.

Doch fast noch interessanter sind seine Erzählungen zum privaten Hintergrund. So berichtet er über seine Geburt in Polen, ein Familienleben mit sieben Geschwistern, das Aufwachsen in der Nähe von Leipzig und die Flucht 1953 in den Westen. In Ludwigsburg findet er dann vorerst seine neue Heimat und lernt hier später auch seine Frau Eva kennen, mit der er eine Tochter und einen Sohn bekommt.

Zusammenfassend beleuchtet dieses Buch auf kurzweilige Art ein spannendes und abwechslungsreiches Leben des ehemaligen deutschen Staatsoberhauptes.

 

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