Die Entdeckung der Langsamkeit

Written by matthias. Posted in Rezensionen

Katharina Heil

Autor:
K. Heil

Die Hauptperson des Romans, der englische Seefahrer und Nordpolforscher John Franklin, ist ein langsamer Mensch – im Denken, Sprechen und Handeln – eigentlich zu langsam für die moderne Zeit der industriellen Revolution (Beginn in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und Verstärkung im 19. Jahrhundert). Die vermeintliche Schwäche des Außenseiters Franklin wird jedoch als Ausdauer, Gründlichkeit und Gelassenheit zur Stärke. Franklin entzieht sich der Beschleunigung des Zeitalters und setzt ihr seine Haltung und Anschauung entgegen, nach der jedes Individuum seinen Fähigkeiten entsprechend einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann. Franklins Langsamkeit erscheint geradezu als Voraussetzung für eine humane Gesellschaft, getragen vom Respekt der Menschen untereinander und einem verantwortungsvollen Umgang.

Dieses Buch erscheint zur Stärkung einer jeden Persönlichkeit in ihren Eigenschaften wie auch zum Hinterfragen seiner eigenen Persönlichkeit im Umgang und Gespräch mit anderen Menschen interessant.

Trotz der Handlung in einem vergangenen Zeitalter hat die „Entschleunigung“ nichts von ihrer Aktualität verloren – ganz im Gegenteil.

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